Meilenstein für das Bewegungsland Tirol: Sport- und Bewegungsmonitoring liefert fundierte Datengrundlage

Fotocredit © Lebensraum Tirol/M. Ablinger

Wie aktiv sind die Tirolerinnen und Tiroler wirklich? Um diese Frage künftig auf Basis fundierter Fakten zu beantworten, hat das Sports Research Lab Tirol im Auftrag der Lebensraum Tirol Gruppe das „Sport- und Bewegungsmonitoring Tirol“ (SBMT) ins Leben gerufen. Der nun veröffentlichte Ergebnisbericht für das Jahr 2025 markiert einen Meilenstein: Erstmals wurde ein umfassender Datenpool geschaffen, der als strategische Entscheidungshilfe für die zukünftige Weiterentwicklung im Bewegungsland Tirol dient. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Bewegungsbegeisterung, machen aber auch die Herausforderungen des modernen Alltags sichtbar.

 

„Die Gesundheit der Menschen ist Grundlage eines zukunftsfähigen Lebensraums. Mit dem Monitoring haben wir nun ein Instrument, um die Bedürfnisse der Tiroler Bevölkerung präzise zu verstehen und gezielte Impulse für ein ‚Bewegtes Tirol‘ zu setzen“, betont Martin Reiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Gruppe. „Jede Entscheidung für eine bewegungsfreundliche Infrastruktur oder neue Initiativen braucht eine robuste Datengrundlage – genau diese liefern wir jetzt.“

 

Rund 70 Prozent regelmäßig aktiv – Natur bleibt Sportplatz Nummer eins

Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung, die Ende 2024 unter 502 Tiroler:innen durchgeführt wurde, zeichnen ein klares Bild des Bewegungslandes Tirol: 68% der Befragten treiben mindestens einmal pro Woche Sport, sogar 80% sind allgemein körperlich aktiv. Besonders stark verwurzelt ist die Bewegung in der Natur – sie ist für die Tiroler:innen der mit Abstand wichtigste Ort für sportliche Betätigung, gefolgt vom eigenen zuhause. Während im Sommer Wandern und Schwimmen am beliebtesten sind, dominieren im Winter das Skifahren und Skitourengehen.

 

Warum wir uns (nicht) bewegen: zwischen Vereinen und digitalen Trends

Trotz der hohen Aktivitätsraten liefert das Monitoring auch wichtige Hinweise auf Barrieren im Alltag. Als Top-Motive für den Sport werden die Förderung der Gesundheit und die Steigerung der Leistungsfähigkeit genannt. Dem gegenüber stehen jedoch Zeitmangel und fehlende Motivation als größte Hindernisse. Ein kritischer Wert: 37% der Tiroler:innen verbringen täglich mindestens 6,5 Stunden im Sitzen. Auch neue digitale Freizeitgewohnheiten sind präsent – so geben 32% der Befragten an, in ihrer Freizeit Gaming zu betreiben. Ein starkes Rückgrat bildet nach wie vor das Vereinswesen: 24% der Befragten sind Mitglied in einem Sportverein, wobei sich beachtliche 17% der Bevölkerung ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren.

 

Datengesteuerte Zukunft für das Bewegungsland Tirol

Martin Schnitzer, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Innsbruck, ordnet die wissenschaftliche Relevanz ein: „Für ein erfolgreiches Monitoring ist Kontinuität entscheidend. Wir wollen Trends und Veränderungen im Bewegungsverhalten – etwa nach globalen Krisen oder durch neue Freizeitformen – frühzeitig erkennen, damit evidenzbasiert reagiert werden kann. Zentral ist dabei, dass die Daten übersichtlich aufbereitet und der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.“

Das Sport- und Bewegungsmonitoring Tirol wurde als Hybridbefragung (online und telefonisch) durch das Marktforschungsinstitut IMAD durchgeführt und stellt eine repräsentative Stichprobe der Tiroler Bevölkerung ab dem 17. Lebensjahr dar. Ziel ist es, diese Erhebung regelmäßig zu wiederholen, um eine langfristige Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Dank der Zusammenarbeit von Politik, Sports Research Lab Tirol und der Lebensraum Tirol Gruppe wurde damit eine starke Basis geschaffen, um Tirol nachhaltig als Bewegungsland zu positionieren und die Lebensqualität sicherzustellen.

 

Der Ergebnisbericht ist unter https://www.srlt.at/sbmt/ einsehbar.

 

Bericht © Lebensraum Tirol